Online-Galerien für Fotografen im Vergleich 2026

Online-Galerien für Fotografen im Vergleich 2026: Scrappbook, picdrop, Pixieset, Pic-Time & ShootProof

Die Auswahl an Kundengalerien ist inzwischen unübersichtlich, und die Anbieter unterscheiden sich stärker, als die Marketingseiten vermuten lassen. Manche sind reine Auslieferungswerkzeuge, andere ein komplettes Verkaufssystem. Manche hosten in Deutschland, andere in Nordamerika. Und einige rechnen nach Speicherplatz ab, andere nach Bildanzahl.

Dieser Vergleich sortiert die fünf relevantesten Anbieter nach dem, was in der Praxis den Unterschied macht – und zeigt am Ende eine sechste Option, die in solchen Vergleichen meistens fehlt.

Alle Preise Stand Juli 2026, netto. Anbieter ändern ihre Tarife regelmäßig – prüfe vor der Entscheidung die aktuellen Konditionen.

Die Kurzübersicht

Anbieter Einstieg (Profi-Tarif) Speicher Hosting Print-Shop Besonderheit
Scrappbook 14,50 €/Mon. (jährl.), 15 Galerien unbegrenzt Deutschland/EU ja Galerie-App, Shop, Marketing-Automation
picdrop 14,99 €/Mon. 500 GB Deutschland nein Bildabstimmung, Kommentare, Live Push
Pixieset 24 $/Mon. (jährl.) 1 TB Nordamerika ja Komplettsuite inkl. Website & CRM
Pic-Time ab ca. 25 $/Mon. 100 GB Nordamerika ja starke Marketing-Automationen, Slideshows
ShootProof ab ca. 20 $/Mon. nach Bildanzahl Nordamerika ja Abrechnung nach Fotos statt GB

Scrappbook – die deutsche Standard Lösung

Scrappbook kommt aus Düsseldorf und richtet sich klar an People-Fotografen: Hochzeit, Familie, Newborn, Portrait.

Der Starter-Tarif kostet 19 € monatlich bzw. 14,50 € bei jährlicher Zahlung und erlaubt 15 aktive Galerien bei unbegrenztem Bildspeicher. Professional liegt bei 39 € monatlich bzw. 29 € jährlich und hebt die Galeriebegrenzung auf. Für Studioketten gibt es einen Business-Tarif ab 79 €. Ein kostenloser Tarif mit 5 GB und drei Galerien existiert dauerhaft.

Stark bei: Design und Emotion. Die Galerien sehen hochwertig aus, jeder Kunde kann die Galerie als personalisierte Web-App auf dem Handy ablegen. Der integrierte Shop mit Fotoalben-Editor macht Zusatzumsatz realistisch. Hosting in Deutschland und EU, AVV direkt im Dashboard.

Schwach bei: dem Preis, sobald man viele Galerien braucht. Beachte außerdem die Servicegebühr auf digitale Verkäufe (4,9 % in den Bezahltarifen plus 1 € je Bestellung) sowie die Regel, dass bei Überschreiten der Galerieanzahl automatisch der höhere Tarif berechnet wird.

Für wen: Hochzeits- und Familienfotografen, die über die Galerie aktiv verkaufen wollen.

picdrop – das Arbeitstier für den Workflow

picdrop sitzt in Berlin, hostet in Deutschland und ist der einzige Anbieter im Feld, der ausdrücklich damit wirbt, keine KI-Trainings mit Nutzerdaten durchzuführen (Soweit ich es nachvollziehen kann. Irrtum nicht ausgeschlossen.).

Der Pro-Tarif kostet 14,99 € monatlich und bietet 500 GB Speicher bei unbegrenzten Galerien. Advanced (39,99 €, 1 TB, bis zu vier Teammitglieder) und Business (99,99 €, 3 TB) richten sich an Teams. Der Free-Tarif umfasst 1 GB und drei Galerien.

Stark bei: Abstimmungsprozessen. Farbmarkierungen, Kommentare direkt am Bild, Scribbles, Echtzeit-Benachrichtigungen, Bildauswahlen als Filter für Lightroom oder Capture One. Für Werbe-, Reportage- und Editorialfotografie mit Agenturkunden ist das der praktischste Ansatz am Markt. Direkter Kamera-Upload per FTPS gehört ebenfalls dazu.

Schwach bei: Verkauf. Es gibt keinen Print-Shop und keine Verkaufsautomatisierung. picdrop will Bilder abstimmen und ausliefern, nicht monetarisieren.

Für wen: Fotografen mit Agentur- und Businesskunden, Teams, alle mit Fokus auf Abstimmung statt Verkauf.

Pixieset – die Komplettsuite

Pixieset aus Vancouver ist der Baukasten unter den Anbietern: Client Gallery, Website-Builder, Studio Manager, Store und Mobile-App aus einer Hand.

Der Basic-Tarif liegt bei 8 $ monatlich bei Jahreszahlung (10 $ monatlich) mit 10 GB. Plus kostet 16 $ (100 GB), der empfohlene Pro-Tarif 24 $ bei Jahreszahlung bzw. 30 $ monatlich mit 1 TB und RAW-Upload. Ultimate bietet unbegrenzten Speicher für 40 $ jährlich abgerechnet. Der Free-Tarif umfasst 3 GB, allerdings mit 15 % Provision auf Shop-Verkäufe.

Stark bei: Breite. Wenn du Website, Verträge, Rechnungen und Galerien in einem System haben willst, ist das schwer zu schlagen. Der Einstieg ist günstig, Provisionsfreiheit gibt es ab dem Basic-Tarif.

Schwach bei: Datenschutz aus europäischer Sicht – Hosting außerhalb der EU, Abrechnung in US-Dollar, Support auf Englisch. Und: Je mehr Module du nutzt, desto stärker hängt dein gesamtes Business an einem Anbieter.

Für wen: Fotografen, die eine All-in-One-Lösung wollen und mit US-Hosting leben können.

Pic-Time – der Verkaufsprofi

Pic-Time ist optisch das eleganteste System im Feld und hat die durchdachtesten Marketing-Automationen: automatische Erinnerungsmails, saisonale Kampagnen, Slideshows, Album-Proofing.

Die Tarife liegen je nach Ausbaustufe etwa zwischen 8 und 50 US-Dollar monatlich, gestaffelt nach Speicherplatz – vom Einstiegstarif mit rund 10 GB bis zum Advanced-Tarif mit unbegrenztem Speicher. Video-Speicher und Art-Store werden separat abgerechnet.

Stark bei: Umsatz aus der Galerie heraus. Wer Prints und Alben verkaufen will, holt hier erfahrungsgemäß am meisten heraus.

Schwach bei: Komplexität und ebenfalls beim Hosting-Standort. Das modulare Preisgefüge macht es unübersichtlich, was am Ende wirklich fällig wird.

Für wen: Hochzeits- und Portraitfotografen mit aktivem Verkaufsgeschäft.

ShootProof – die Rechnung nach Bildern

ShootProof geht als einziger einen anderen Weg: abgerechnet wird nach Anzahl der hochgeladenen Fotos, nicht nach Gigabyte. Die Tarife starten bei einem kostenlosen Einstieg und steigen über Stufen für einige tausend bis mehrere zehntausend Fotos, grob im Bereich von 10 bis 30 US-Dollar monatlich.

Stark bei: Planbarkeit für alle, die mit großen Dateien arbeiten. Ob ein Bild 5 oder 50 MB hat, spielt keine Rolle. Verträge und Rechnungen sind in den höheren Tarifen enthalten.

Schwach bei: Massenaufträgen. Schul-, Kita- und Eventfotografie sprengt die Bildkontingente schnell.

Für wen: Fotografen mit wenigen, aber dateischweren Aufträgen.

Die Frage, die kein Vergleich stellt

Alle fünf Anbieter unterscheiden sich in Ausstattung, Preis und Serverstandort – aber nicht im Grundprinzip. Du mietest die Infrastruktur, deine Galerie-Links gehören dem Anbieter, und wenn du kündigst, sind sie weg.

Für Fotografen mit Verkaufsambitionen oder Teamstrukturen ist das ein fairer Deal. Für alle anderen stellt sich eine berechtigte Frage: Wenn ich ohnehin eine Website mit eigenem Hosting betreibe – warum liefere ich meine Bilder dann nicht dort aus?

Genau dafür habe ich FOSAAR Watermark Gallery entwickelt: ein WordPress-Plugin, das automatische Wasserzeichen, passwortgeschützte Galerien, Kundenauswahl mit Favoriten, E-Mail-Benachrichtigungen und ZIP-Downloads mitbringt – auf deiner Domain, auf deinem Server, für einmalig 69 Euro (Lifetime Lizenz) statt monatlichem Abo.

Es ersetzt keinen Print-Shop und kein Studio-Management. Aber es ersetzt genau den Teil, für den die meisten Fotografen ihr Abo eigentlich bezahlen.

Fazit: Welcher Anbieter passt zu wem?

  • Du willst über die Galerie verkaufen und in Deutschland hosten: Scrappbook
  • Du arbeitest mit Agenturen und brauchst Abstimmung statt Shop: picdrop
  • Du willst alles in einem System, Website inklusive: Pixieset
  • Verkauf und Marketing sind dein Hauptthema: Pic-Time
  • Du lieferst wenige, große Dateien aus: ShootProof
  • Du hast eine WordPress-Seite und willst nur ausliefern: die eigene Lösung

Der beste Anbieter ist nicht der mit den meisten Funktionen, sondern der, dessen Funktionen du tatsächlich benutzt. Rechne einmal nach, was du im letzten Jahr bezahlt hast – und welche Features davon du wirklich angefasst hast. Bei vielen ist die Antwort ernüchternd.


Mehr zum Plugin: FOSAAR Watermark Gallery

Dieser Vergleich basiert auf öffentlich zugänglichen Anbieterangaben, Stand Februar 2026. Alle genannten Marken gehören ihren jeweiligen Inhabern. Irrtümer nicht ausgeschlossen. Eigenrecherche direkt bei den Anbietern wird vor der Entscheidung empfohlen.

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