Alternative zu PicDrop, Pictrs, Scrappbook & Co.

Scrappbook-Alternative, picdrop-Alternative & Co.: So lieferst du Kundenbilder ohne Abo aus

Wer nach einer Alternative zu Scrappbook, picdrop, Pixieset oder Pic-Time sucht, hat meistens einen von drei Gründen: Die monatlichen Kosten summieren sich, die Galerien laufen auf einer fremden Domain – oder man möchte einfach nicht, dass Kundenbilder auf Servern liegen, über die man selbst keine Kontrolle hat.

Dieser Artikel zeigt dir, welche Alternativen es tatsächlich gibt, wo ihre Grenzen liegen und warum die naheliegendste Lösung für viele Fotografinnen und Fotografen die eigene WordPress-Seite ist.

Warum überhaupt nach einer Alternative suchen?

Die etablierten Anbieter machen ihren Job gut. Der Ärger entsteht meist nicht an Tag eins, sondern nach zwei, drei Jahren.

Die Kosten laufen mit. Ein typischer Profi-Tarif liegt zwischen etwa 15 und 30 Euro netto im Monat. Bei picdrop kostet der Pro-Tarif 14,99 € monatlich, Scrappbook ruft für „Professional“ 39 € monatlich bzw. 29 € bei Jahreszahlung auf, Pixieset liegt beim Pro-Plan bei 30 US-Dollar monatlich. Über fünf Jahre gerechnet landet man schnell im vierstelligen Bereich – für Galerien, die man selbst produziert hat.

Deine Links hängen am Abo. Kündigst du, verschwinden nach einer Übergangsfrist die Galerien – inklusive der Links, die du vor drei Jahren verschickt hast. Das ist bei praktisch allen Anbietern so und ist der eigentliche Grund, warum kaum jemand wechselt.

Der Traffic fließt woanders hin. Jeder Galerie-Besuch ist ein Besuch auf einer fremden Domain. Für die Sichtbarkeit deiner eigenen Website bringt er nichts.

Datenschutz kostet Aufwand. Bei US-Anbietern wie Pixieset oder Pic-Time musst du dich mit Drittlandtransfer und Auftragsverarbeitung auseinandersetzen. Deutsche Anbieter wie picdrop (Sitz Berlin, Hosting in Deutschland) und Scrappbook (Düsseldorf, EU-Server) haben das Thema deutlich entschärft – ein Argument, das für viele den Ausschlag gibt.

Die realistischen Alternativen im Überblick

1. Zu einem anderen Anbieter wechseln

Der einfachste Weg – und der, der das Grundproblem nicht löst. Du tauschst ein Abo gegen ein anderes und stehst in drei Jahren wieder vor derselben Frage. Sinnvoll ist der Wechsel trotzdem, wenn dein Hauptärgernis der Datenschutz ist: Von einem US-Anbieter zu picdrop oder Scrappbook zu wechseln, löst dieses eine Problem sauber.

2. Cloud-Speicher: Dropbox, Google Drive, WeTransfer

Funktioniert technisch, wirkt aber unprofessionell. Keine Wasserzeichen, keine Auswahlfunktion, kein Branding – und bei WeTransfer verfällt der Link nach wenigen Tagen. Für die schnelle Rohdatenübergabe an eine Agentur okay, für Endkunden nicht.

3. Eine Galerie selbst programmieren lassen

Sauber, aber teuer. Wer einen Entwickler beauftragt, ist mit einigen tausend Euro dabei, plus Wartung. Für ein Ein-Personen-Studio steht das in keinem Verhältnis.

4. Die eigene WordPress-Seite nutzen

Die für die meisten sinnvollste Variante – und die am häufigsten übersehene. Du hast die Website ohnehin. Du bezahlst das Hosting ohnehin. Der Speicherplatz gehört dir. Was fehlt, ist nur eine Funktion, die Bildübergabe wirklich fotografengerecht abbildet.

Was eine Kundengalerie können muss

Bevor du irgendein Plugin installierst: Das hier ist die Mindestliste, an der du jede Lösung messen solltest.

  • Wasserzeichen auf den Vorschaubildern – automatisch erzeugt, nicht manuell in Photoshop
  • Passwortschutz pro Galerie – jeder Kunde sieht nur seine eigenen Bilder, nichts landet bei Google
  • Auswahlfunktion (Proofing) – der Kunde markiert Favoriten, du bekommst die Liste
  • Download in voller Auflösung – idealerweise als ZIP, freischaltbar wenn die Bearbeitung fertig ist
  • Benachrichtigung, wenn der Kunde fertig ausgewählt hat
  • Ein Layout, das zu deiner Website passt – nicht daneben steht

Standard-Galerie-Plugins für WordPress erfüllen davon meist zwei Punkte. Sie sind für Portfolios gebaut, nicht für Kundenübergabe.

FOSAAR Watermark Gallery: die Kundengalerie im eigenen WordPress

Genau aus dieser Lücke ist mein Plugin entstanden. Es macht keine Website, keinen Shop und kein Studio-Management – es macht die Bildübergabe, und die vollständig.

Automatische Wasserzeichen. Du lädst hoch, das Plugin erzeugt die geschützten Vorschauen. Der Wasserzeichentext lässt sich pro Galerie setzen – Kundenname, Datum, dein Schriftzug.

Passwortgeschützte Galerien. Jeder Auftrag bekommt seinen eigenen Zugang. Nichts ist öffentlich, nichts indexierbar.

Kundenauswahl mit Favoriten. Herzchen setzen statt Bildnummern per Mail. Du bekommst die Auswahl übersichtlich zurück und wirst per E-Mail benachrichtigt, sobald der Kunde fertig ist.

ZIP-Download. Nach der Bearbeitung schaltest du die finalen Dateien frei – ein Klick, ein Archiv.

Justified- und Masonry-Layouts, Dark- und Light-Mode. Die Galerie fügt sich in dein Website-Design ein statt es zu unterbrechen.

Deine Domain, dein Branding, dein Speicherplatz. Der Kunde bleibt auf deiner Seite – mit deiner Navigation, deinem Portfolio, deinen Preisen im Blick.

Was es kostet

69 Euro im Jahr. Keine Staffelung nach Galerien, kein Speicherlimit, keine Provision auf Verkäufe. Zum Vergleich: Ein mittlerer Anbieter-Tarif kostet in derselben Zeit das Vier- bis Sechsfache.

Wann eine Plattform trotzdem die bessere Wahl ist

Ehrlich bleiben gehört dazu. Eine gehostete Plattform ist im Vorteil, wenn du:

  • einen integrierten Print-Shop mit Laboranbindung und automatischer Abwicklung brauchst,
  • große Videodateien ausliefern willst,
  • im Team arbeitest und mehrere Nutzer mit Rechten benötigst,
  • kein eigenes Hosting betreiben möchtest.

Wenn dein Workflow dagegen so aussieht – Bilder zeigen, Kunde wählt aus, ich bearbeite, Kunde lädt herunter – dann brauchst du dafür kein Abo.

Häufige Fragen

Brauche ich technisches Wissen? Wenn du eine WordPress-Seite hast und schon einmal ein Plugin installiert hast, reicht das. Die Einrichtung dauert wenige Minuten.

Was passiert mit meinen Galerien, wenn ich die Lizenz nicht verlängere? Deine Bilder liegen auf deinem eigenen Server und bleiben dort. Das ist der zentrale Unterschied zu jeder Plattformlösung.

Wie viel Speicherplatz brauche ich? Rechne grob mit 1–3 GB pro Auftrag für die Auslieferungsdateien. Ein normales Hosting-Paket mit 20–50 GB reicht für einen typischen Jahresbetrieb, wenn du ältere Galerien regelmäßig archivierst.

Ist das DSGVO-konform? Die Bilder liegen dort, wo deine Website liegt. Bei einem deutschen oder europäischen Hoster mit Auftragsverarbeitungsvertrag entfällt das Thema Drittlandtransfer vollständig – es gibt keinen weiteren Dienstleister in der Kette.

Kann ich bestehende Galerien umziehen? Die Bilder ja – Uploads und Neuanlage der Galerien machst du selbst. Alte Links der bisherigen Plattform lassen sich nicht übernehmen; plane den Wechsel deshalb am besten zum Start einer neuen Saison.


Du willst wissen, wie eine komplette Kundenübergabe damit abläuft? Hier geht es zu FOSAAR Watermark Gallery.

Preisangaben werden bei älteren Artikeln unregelmäßig aktualisiert.  Stand Juni 2026, jeweils netto. Prüfe die aktuellen Konditionen der genannten Anbieter vor einer Entscheidung.

Comments

Leave a comment