Bye bye Online-Galerie Anbieter

Deine Bilder, deine Galerie, deine Regeln – warum ich mich von Pixieset & Co. verabschiedet habe

Es gibt diesen einen Moment, der über einen Fotoauftrag entscheidet – und es ist nicht der Auslöser. Es ist der Moment, in dem der Kunde den Link zu seinen Bildern öffnet.

Da entscheidet sich, ob er das Gefühl hat, bei einem Profi gewesen zu sein. Ob er weiterempfiehlt. Ob er nachbestellt. Und ausgerechnet diesen Moment lagern die meisten von uns an einen fremden Dienstleister aus, der monatlich abkassiert und   dessen Logo trotz Zahlung in der Fußzeile steht.

Ich habe das sehr lange so gemacht. Und irgendwann angefangen, mich zu ärgern.

Was mich an den großen Anbietern gestört hat

Die bekannten Plattformen – Pixieset, Pic-Time, Scrappbook, SmugMug, ShootProof, usw. – machen ihren Job technisch gut. Keine Frage. Aber der Preis dafür ist höher, als er auf der Rechnung aussieht:

Du mietest deine eigene Arbeit. 15, 25, teils 40 Euro im Monat, Jahr für Jahr, für Galerien, die du selbst produziert hast. Sobald du kündigst, sind die Links tot – auch die, die du vor drei Jahren an eine Braut geschickt hast, die jetzt ihr Hochzeitsalbum nachbestellen möchte. Ja, es gibt kostenlose Angebote aber dennoch wird oft eine Kommission fällig, wenn du über die Plattform Bilder verkaufst.

Deine Kunden landen woanders. Der Traffic, den du dir mit guter Arbeit verdient hast, fließt auf eine fremde Domain. Für deine eigene Website – und damit für Google – zählt er nicht. Dein Ranking fällt, du wirst schwerer Auffindbar und viele Kunden, die du hättest haben können, finden nicht zu dir.

Die Marke bricht. Eigene Website in deinem Look, dann ein Klick, und plötzlich ist alles fremd: andere Schriften, anderes Layout, fremdes Branding. Der Bruch ist klein, aber Kunden spüren ihn.

Datenschutz bleibt ein Dauerthema. Kundenbilder – oft Hochzeiten, Familien, Kinder – liegen teilweise auf Servern außerhalb der EU. Rechtlich lässt sich das lösen, aber es bleibt Aufwand, den man erklären und dokumentieren muss. Fairerweise muss man sagen, das manche Anbieter auf europäische Server zurück greifen, aber dennoch gibst du die Bilder an einen Drittanbieter weiter.

Die Preise steigen. Erst die Speichergrenze, dann das Feature hinter dem nächsten Tarif. Wer einmal drin ist, wechselt ungern, weil alle Links am Anbieter hängen. Genau darauf ist das Modell gebaut. Und es wird in den nächsten Jahren nicht günstiger.

Pseudo professionell. Im Ursprung gedacht um Amateurfotografen das Gefühl eines professionellen Workflow zu geben. Doch für gewöhnlich sind nicht nur so wenig Parteien wie möglich in den Workflow integriert und alles läuft über das Studio der Fotografin / des Fotografen. Das hat Sicherheitsgründe und ist eine Frage der Integrität.

Die Alternative liegt näher, als man denkt

Die allermeisten von uns haben längst eine eigene Webseite und sehr oft auf WordPress Basis. Falls nicht, solltest du das aus Sicherheitsgründen ändern. Mit eigenem Hosting, eigener Domain, eigenem Design. Warum sollte die Bildübergabe nicht genau dort stattfinden?

Ich habe eine Weile gesucht – und nichts gefunden, das wirklich für Fotografen geeignet war. Klassische Galerie-Plugins zeigen Bilder hübsch an. Aber Bildschutz und Kundenübergabe ist etwas anderes: Vorschaubilder müssen geschützt sein, Kunden müssen auswählen können, Galerien dürfen nicht öffentlich sein, und irgendwann müssen die finalen Dateien sauber beim Kunden ankommen.

Also habe ich es selbst gebaut.

FOSAAR Watermark Gallery

Ein WordPress-Plugin, das genau eine Sache richtig machen soll: die Übergabe von Bildern an Kunden – auf deiner eigenen Seite, mit deinem Branding, Sicher und ohne Mehrkosten.

Wasserzeichen automatisch. Du lädst deine Bilder hoch, das Plugin erzeugt die geschützten Vorschauversionen. Pro Galerie kannst du festlegen, welcher Text im Wasserzeichen steht – der Kundenname, das Shooting-Datum, dein Logo-Schriftzug. Die Originale bleiben unangetastet auf dem Server liegen.

Kunden wählen selbst aus. Herzchen-Funktion statt Excel-Liste per Mail. Der Kunde markiert seine Favoriten, du bekommst die Auswahl im Backend übersichtlich zurück – und zusätzlich per E-Mail-Benachrichtigung wenn du das möchtest, damit du genau weißt wann der Kunde fertig ist und welche Bilder er möchte. Das spart bei jedem Auftrag Zeit und Geld.

Passwortschutz pro Galerie. Jeder Kunde bekommt seinen eigenen Zugang ohne dass er sich selbst registrieren muss. Nichts ist öffentlich, nichts ist über Google auffindbar, nichts vermischt sich. Und wenn du ein geschütztes, öffentliches Portfolio wegen möchtest, kannst du den Passwortschutz auch deaktivieren und für dich nutzen.

Download als ZIP. Wenn die Bearbeitung fertig ist, schaltest du die finalen Dateien frei. Ein Klick, ein Archiv, fertig. Kein WeTransfer-Link, der nach sieben Tagen verfällt.

Layouts, die nach dir aussehen. Standard, Justified oder Masonry, Dark- und Light-Mode – alles fügt sich in dein Website-Design ein statt daneben zu stehen.

Deine Domain, dein Branding, dein Traffic. Der Kunde bleibt bei dir. Er sieht deine Navigation, deine Preise, dein Portfolio. Wer schon einmal beobachtet hat, wie oft aus einem Galerie-Besuch ein Folgeauftrag wird, weiß, was das wert ist.

Und wenn dein Kunde seine Bilder mit der Familie oder Freunden teilt, sehen sie dich und dein Branding. Und keine Fremdfirma.

Was das kostet

69 Euro im Jahr. Nicht im Monat.

Das ist ungefähr das, was die großen Anbieter in drei bis vier Monaten aufrufen. Und es ändert sich nichts an der Rechnung, wenn du 500 statt 50 Galerien anlegst oder deine Bilder größer werden – der Speicherplatz gehört ja dir.

Ehrlicherweise gehört dazugesagt: Du brauchst ein Hosting, das mitspielt. Wer 40 GB Kundenbilder auf dem billigsten Einsteigerpaket parken will, wird nicht glücklich. Und die Bequemlichkeit einer fertigen Plattform mit Print-Shop-Anbindung ersetzt das Plugin nicht – es macht die Übergabe schlank, nicht das komplette Studio-Management.

Wenn dein Workflow aber im Kern so aussieht: Bilder zeigen – Kunde wählt aus – ich bearbeite – Kunde lädt herunter, dann brauchst du dafür kein Abo auf einem anderen Kontinent.

Neugierig?

Das Plugin ist fertig und läuft bereits produktiv – auch auf meinen eigenen Kundengalerien. In den nächsten Wochen zeige ich hier Schritt für Schritt, wie eine komplette Kundenübergabe damit abläuft, von der ersten Galerie über ZIP-Download bis zur Diashow / digitalen Scrapbook Funktion.

Bis dahin interessiert mich vor allem eines: Wie übergibst du deine Bilder aktuell? Und was nervt dich daran am meisten? Schreib es mir – die Antworten fließen ziemlich direkt in das nächste Update. Damit ein Tool entsteht von dem alle profitieren.

Alle Infos zum Plugin findest du hier!

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